Ganalad ist der Gott des Todes. Er ist ein neugieriger Beobachter der Welt Noridans, obschon seine Anhänger vielmehr tief unter der Erde im Verborgenen hausen. Ganalad ist ein kühner Rechner, der von den Hordo ob seiner Tat, dass er den Tod auf die Welt brachte, dazu verdammt wurde, mit nimmer schlafendem Auge das Leben auf der Welt zu überwachen und es auf gerechte Weise dort zu nehmen, wo es nötig scheint und andere zu verschonen, auch wenn ihm das viel zu oft nicht recht ist. Der Bann der Erzgötter zwingt ihn dazu. Durch dieses Schicksal ist Ganalad ein zweiseitiger Charakter – auf der einen Seite von den Hordo dazu verdammt weder gut noch böse zu urteilen auf der anderen Seite von seinem Gemüt zu Demütigung, List und Verrat getrieben.
Durch seinen unbändigen Wunsch, andere Götter zu schaffen, schuf der Gott des Todes in den ersten Tagen der Welt die Farbigen Drachen. Dies ist nur wenigen auf der Welt bekannt, da die Religion der Drachen bis heute unerforscht ist. Die Farbigen sind ihrem Gott, den sie Yamal oder Wurm rufen, bis heute treu ergeben.
Die Todespriester, oder auch Wurmpriester, wissen, dass ihr Gott weltnah ist und stets mit wachem Auge über jedem Leben auf der Welt hockt und nur darauf wartet, es beenden zu dürfen. Befinden sich Anhänger seiner selbst in der Nähe, lässt er die Opfer vorrangig durch sie töten, da so der Geist des Toten in sein Reich gelangt.
Die Todespriester sind furchtlose Kämpfer, denn sie glauben, dass ihr Tod, tritt er ein, nicht hätte umgangen werden können, da Ganalad so entschieden hat. Das heilige Buch „Das Wort“ schreibt ihnen diese Lebensweise vor. Tote beleben und ähnliche Zauber scheinen zwar den Zielen des Gottes zu widersprechen, sind aber nötige Mittel, um die listigen Pläne des Herrn zu vollbringen und den Bann der Hordo hin und wieder zu umgehen. Stirbt ein Wesen unter der Aufsicht des Todesgottes, dessen Weiterleben dem Herrn viel mehr Freude einbringen würde, da durch die Hand des Toten mehr Leben genommen würden, wird der Held unter der Bedingung wiederbelebt, dass er dem Gott Yamal aufrichtig dient.
Wurmpriestern Ganalads wird nach dem Tod ein Leben im Tempel Yamalsadena in der Höhle Yamalpura versprochen. Von dort überwachen sie mit ihrem Herrn Noridan, um keinen Augenblick zu verpassen, Leben zu nehmen. Oder sie quälen die in Yamalpura eingesperrten Seelen, die sie einst selbst hierher befördert haben.
Über die Zukunft sagt „Das Wort“, dass Yamalsadena dereinst auf Noridan niedergehen wird und alles Leben mit einem Augenaufschlag ein Ende findet. Jeder Geist wird dann ein unsterblicher Diener Ganalads und seiner Priester. Noridan wird eine Wüste und in ihrer Mitte haust der Herr des Todes in seinem Tempel und erfreut sich der Knechtschaft über alle toten Geister.
Todespriester leben im Polytheismus. Sie wissen um all die anderen Götter, die ihren Anhängern ein Leben nach dem Tod unter ihrer Obhut versprechen. Sie sehen allerdings den Dienst an Ganalad als den besten an, da er mit der Macht über die Erlösung vom weltlichen Leben, wahre Größe besitzt. Sie versuchen stets Tote ihrem Herrn zuzuführen und sie ihren eigentlichen Göttern zu entreißen. Todespriester sehen Ganalad als ihren Schöpfer an. Sie fürchten die Göttin der Morgenröte und die Hordo selbst, da durch sie ihr Wirken behindert wird.
Pflichten der Priestergemeinschaft
Das Zeichen des Gottes des Todes ist eine schwarze Rauchwolke. Unter den Drachen ist, der eher unbekannte, nach unten geneigte Zahn das heilige Symbol für ihren Gott Yamal oder Wurm, wie sie ihn auch nennen.
Die Priesterschaft Ganalads, die hin und wieder in Zusammenarbeit mit den Farbigen Drachen auf Noridan anzutreffen ist, führt verschiedene Aufgaben aus. Sie ordnet Tötungen im Namen ihres Herrn an und vollstreckt diese mit göttlicher Hingabe. Dies gilt Tag für Tag als nötige Opfergabe für Ganalad. Anschließend bestatten sie die Toten durch Verbrennung in Birkenfeuer, da der Geist des Toten so nur zu Ganalad selbst und nicht zu seinem eigentlichen Gott oder in die Tausend Höllen gelangt. (Das Todesurteil das der Gott selbst spricht führt die Seelen in ihre jeweilige Anderswelt, Ganalad erhält nur durch die Priestertötungen Diener) Der Tote muss dann Yamal in seiner Höhle Yamalpura ungefragt dienen und sein schreckliches Unterreich auf ewig durchwandern.
Andererseits kümmern sich die Priester um die Suche nach Farbigen und Metallnen Drachen, die nach dem 3. Zeitalter in alle Winde zerstreut wurden. Die Farbigen werden ehrfürchtig zurück in die Glaubensgemeinschaft gebeten, die Metallnen nur registriert, da deren gute Absichten vielen Zielen Wurms widersprechen.
Unter den Menschen, die Ganalad dienen wird jede Spinne als heiliges Tier betrachtet. Die Glaubensanhänger sind der festen Überzeugung, jedes, dieser Tiere sei ein stiller Späher ihres Herrn. Die mutwillige Tötung einer Spinne, egal welcher Art, zwingt einen Wurmpriester zur Selbstrichtung durch Verbrennung in Birkenfeuer.
Außerdem respektieren und verehren Wurmpriester alle Arten der Farbigen Drachen. Speziell die Tiefendrachen, von denen es auf Noridan sehr wenige gibt, gelten als direkte Nachfahren des Todesgottes und werden gottgleich angebetet.
Ganalad
Gott des Todes