22.04.2009
Ein kurzes, aber in seiner abstrusen Tragik schon wieder lustiges Bild:Der Paladin Muadib Lintflas hat vor langer Zeit schon eine Augenverletzung von einem Kampf davongetragen. Seither heilt das Auge nicht richtig, da nie eine kundige Behandlung stattgefunden hat. Hin und wieder tritt Blut oder Eiter aus, wenn der Krieger sich anstrengt. Manch einmal juckt die Verletzung auch neunhöllisch und ist somit unerträglich, unerträglicher, als manche Kampfeswunde.
Inmitten der Eiseskälte der Blauen Berge nervt nun die Hügelzwergin Riuska den Ritter Casanundras und dieser wendet sich wutentbrannt um, unter dem verletzten Auge einen "Eiterzapfen", der seinen Gemütszustand deutlich zur Schau trägt. Angewidert wendet sich die sonst so raue Weltenbummlerin ab.
10.06.2008
Jetzt kommt ein Bild für die Götter und nicht nur für die der Zwerge:Riuska, Hügelzwerg und somit von einem Volk abstammend, das als das Seefahrervolk der Zwerge bekannt ist, lernt von Murbi das Schwimmen. Da die Reise anfangs durch eine Wüste geht und weit und breit nicht einmal der kleinste Tümpel auszumachen ist, erklärt der Barbar der Zwergin das Schwimmen vorerst theoretisch und praktiziert dann mit ihr Trockenübungen. Diese Übungen führt die Zwergin durch, indem der Barbar, auf dem Pferd sitzend, die Zwergin am Gürtel in die Luft hält und diese fortwährend unterschiedliche Schwimmbewegungen erlernt.
Ein wichtiger Fakt, den es zu nennen gilt, ist die Unsichtbarkeit des Barbaren. Dieser wird im Zwergenreich gesucht und verbirgt sich mittels der Zauberei der begleitenden Bardin.
Das Bild ist also verwirrend. Ein Pferd und auf Kopfhöhe neben dem Pferd schwebt eine Zwergin, die Schwimmbewegungen durchführt.
17.01.2008
In den letzten Spielrunden gab es einige amüsante aber auch einfach schöne Momente:Ein amüsanter Moment spielte sich in Vrenricks Heim ab.
Naiara war gerade mit Vrenrick aus dem Empfangssaal ihrer Hallen verschwunden, als sich Riuska nahe der Eingangstür aus dem Schatten schält und ihrer Begleiterin folgen will. Behutsam aber dennoch zügig läuft die Zwergin also durch die Halle auf die Tür zu, hinter der Naiara verschwunden war. Direkt vor einem großen Teppich zu Füßen der Tür hält die Zwergin plötzlich inne, balanciert mit einem Stöhnen auf einem Bein - das andere beinahe mit dem nächsten Schritt auf das am Boden liegende Knüpfwerk gesetzt - und blickt misstrauisch in alle Richtungen. Da war es, das seltsame Gefühl, dass ihr sagt, ihr Leben hänge an einem seidenen Faden. Unvermittelt und galant dreht Riuska sich auf dem Absatz um, läuft genau denselben Weg zur Wand zurück, den sie kam und verkriecht sich im Schatten. Schweißt tropft ihr von der Stirn. Ihren Atem - seit dem seltsamen Gefühl kurz vor der Tür angehalten - stößt sie erleichtert aus. Soll die tollkühne Bardin doch allein zu recht kommen!
12.12.2007
Ebenfalls sehr amüsant:Die Ebenenwanderer verlassen mit Ochs und Karren das Tarkilgebirge in Richtung Norden, um nach Abelbach zu kommen. Sie treffen auf eine Streife der Bergzwerge von Brasch-Tokk und sehen schließlich an einer Weggabelung eine Handvoll Kinder. Eines der Kinder steht mit einem kleinen Topfdeckel als Schild, dem dazugehörigen Topf als Helm und einem Kochlöffel, der als Schwert dient an der Gabelung und warten auf die Helden.
Xetolosch - die ganze Zeit ruhig vor sich hinbrummend - wird der Kinder gewahr, nimmt seine Axt vom Gürtel, setzt seinen Helm zurecht und stürmt mit markerschütterndem Geschrei und erdbebengleichen Schritten auf die Gruppe Kinder los.
Während alle Sprösslinge sternenförmig mit lautem Geschrei sofort davonlaufen, steht der kleine Soldat erschrocken auf der Kreuzung und erwartet seinen wahrscheinlichen Untergang in Form des heranstürmenden Zwerges. Plötzlich lässt er aber doch Schild und Schwert fallen und springt kopfüber in einen nahegelegenen Busch.
Xetolosch hält auf der Kreuzung inne und lacht, während er den flüchtenden Kindern nachschaut. Sein rotes, wettergegerbtes Gesicht wendet sich freudig dem folgenden Tross zu.
Als der Wagentross der Ebenenwanderer an der Kreuzung ankommt, sucht Murbi nach dem Jungen. Unverkennbar fällt dem Barbaren der nahe, zitternde Dornenstrauch auf. Der Roroch schaut wenig vorsichtig hinein. Ein Jammern und ein erschreckender Schrei sind die einzigen beiden Laute, die das Gestrüpp verlassen. Mittendrin sieht der Barbar einen verängstigten Achtjährigen, den Topf schief auf dem Kopf und zahlreiche Dornen im Gesicht.
Erst als Naiara den Jungen bittet, herauszukommen und Murbi ihm ein erbeutetes Kurzschwert als Geschenk anbietet, wird der Knabe zutraulich und weist den Ebenenwanderern den Weg nach Abelbach.
14.11.2007
Zweifellos der beste Moment des Abends war das Eintreffen in der ärmlichen Gnomensiedlung von Riuska und Naiara. Während sich die Bardin freundlich an einen Bürger wendet um schließlich zur alten Emma geschickt zu werden, fasst Riuska einen ahnungslosen Gnom ins Auge und beraubt ihn mit aller Fingerfertigkeit und Tücke, die sie aufbringen kann. Neun Silberstücke sind der Lohn und genau diese Münzen scheinen ihr zu sagen, dass der arme Kerl nicht mehr Geld besitzt und dies schon viel für ihn ist. Das schlechte Gewissen schleicht sich ein und die Zwergin sucht den Bestohlenen abermals unbemerkt auf und steckt ihm das Geld mit einer ebensolchen Geschicklichkeit wieder in die Tasche.Es sollte Lieder geben von derartig menschlichen Heldentaten.
06.03.2007
Sehr schöne Bilder sind jene gewesen:Xetolosch steht auf wackligen Beinen, eben wieder aufgerichtet, auf der Hängebrücke der Zwergenschmiede über einem finsteren Abgrund. Als er zurück aufs Plateau stürmen bzw. springen will und sich versichert, dass er auch am Seil angebunden ist, stellt er fest, dass Murbi - bereits in einen Kampf mit Orks verwickelt - das Tau ganz am Seilende um einen Brückenpfeiler gewickelt hat und der Zwerg, sollte er stürzen, ganze fünfzig Meter fällt, bevor das Seil ihn aufhält. Ob die Schlucht überhaupt so tief ist, war in dieser Situation eine berechtigte Frage.
Als ein weiteres schönes Bild empfand ich jenes, da Zefania die Gänge zum Brunnen hin erneut ausspäht, um sicher zu gehen, dass Orks und der große Ulf nicht irgendwo in der Nähe lauern. Als sie um die letzte Kurve zum Brunnen hin biegt, sieht sie Peecaboo, der erschöpft und ängstlich auf dem Brunnenrand sitzt und verzweifelt versucht den Leuchtstein unter seinen durchsichtigen Flügeln zu verbergen, damit man den kleinen Feendrachen nicht entdeckt. Erst als er Zefania sieht, enden seine verzweifelten Versuche, das helle Licht zu verstecken und der kleine Geschuppte fliegt erleichtert seiner Herrin entgegen. Jegliche Bedenken fallen ab und er beginnt aufgeregt zu erzählen, was er im Brunnen gesehen hat. Das Licht des Steins jongliert er dabei hastig von einer kleinen Klaue zur anderen.
27.02.2007
Das spektakulärste Bild des letzten Abends war meiner Meinung nach:Während Xetolosch über die erschlagenen Blutmücken hinwegsteigt und die Treppe in einen anderen Raum erklimmt, wird Murbi von einer der überlebenden Blutmücke in seinem Fangnetz gebissen. Xetolosch blickt sich, aufmerksam geworden durch ein leichtes Stöhnen Murbis, um und sieht, wie der Barbar, blass im Gesicht, ein wenig in sich zusammensackt. Als die anderen Gefährten merken, dass der Roroch sich vom Biss der riesigen roten Mücke nicht lösen kann, wollen sie eingreifen. Zefania legt einen Pfeil auf und Algonthir stürmt zur Treppe. Doch bevor der Elf seinen Gefährten aus Inataris erreicht und die blutrünstige Klinge fallen lassen kann, saust ein Pfeil durch Murbis Beine in das Fangnetz, in dem die Mücke zappelt. Ein letztes Summen kündet vom Ableben des blutgierigen Tiers. Algonthir blickt enttäuscht zu Zefania hinab. Die Drachentochter steht neben Muadib, der, die Axt halbherzig in der Hand, unbeeindruckt am Fuß der Treppe abwartet.
Xetolosch, der beinahe schon den nächsten Raum erreicht hat, zuckt nur mit den Schultern und stapft weiter voran. Sein Klirren verklingt mehr und mehr, je höher er steigt. Die anderen folgen, passieren Murbi mit Gesichtsausdrücken von Belustigung bis Mitleid.
Als schönes Bild empfand ich folgendes:
Xetolosch und die Ebenenwanderer stehen an einem kleinen Weiher. Alle sind über die Wasseroberfläche gebeugt und Muadib breitet, am Ufer kniend, die Hände flach über dem Wasserspiegel aus. Ein leises, sanftes Gebet an die Göttin der Morgenröte folgt und erfüllt die morgendliche Stille mit bedächtiger Erwartung. Dann offenbart sich in dem Weiher das Bild des niedergebrannten Dorfplatzes der Roroch. Asche liegt zu Haufen zusammengefallen rund um bis zur Wurzel niedergebrannten Bäumen. Dünne Rauchfahnen steigen hier und da noch aus den Resten einstiger Häuser, künden von einem erst kürzlich stattgefunden Inferno.
Die Gesichter der Beobachter starren das Bild an. Manche haben es erwartet andere hofften bis dahin noch, dass Murbis Traum die Zukunft zeigte. Nun hatten sie Gewissheit.
20.02.2007
Ein spektakuläres Bild fällt mir sofort ein:Murbi reitet im Galopp den heranstürmenden Spähern entgegen, die lauthals die Gefahr der Schwarztrolle ankündigen und die Sicherheit des Flüchtlingszuges suchen. Der Barbar passiert die panischen Männer und reitet weiter auf die Hügelkuppe zu, als er einige Trollköpfe hinter dem Hügel auftauchen sieht. Unbeirrt galoppiert er voran, beschreibt mit dem Pferd einen Bogen, um die Trolle zu umgehen und kommt schließlich auf der langgestreckten Kuppe an. Er blickt den dahinter abfallenden Hang hinab, der gerade von über einhundert Schwarztrollen erstürmt wird.
Nur Augenblicke später befindet sich Murbi eilig auf dem Rückweg zu den Flüchtlingen und hinter dem herannahenden Barbaren donnern die wutentbrannten Trolle über den Hügel und stürmen heran.
Ein weiteres Bild, was mir sehr gut gefallen hat:
Nachdem sich die Versammlung um die Feuerbestattung Nusujar Raags aufgelöst hat, bleiben allein Oberfeldmarschall Bridi Skjard und Muadib zurück und geleiten die Szenerie vorerst schweigend in den Abend. Die beiden Krieger stehen bald im Zwielicht der glimmenden Asche nahe der Stätte, als Muadib nach den Heldentaten des Currags fragt und der Oberfeldmarschall bedächtig und dem Anlass entsprechend respektvoll zu erzählen beginnt.
14.02.2007
Für mich gab es am letzten Abend zwei schönste Bilder:Sawan hält in der Nähe des Hafens gerade einen Flüchtlingstrupp auf und in seinem Rücken, von ihm ungesehen, reitet Murbi, das linke Bein auf der Höhe des Knies als Stumpf, auf einem Esel Muadib davon. Der Paladin, vom Kampf gezeichnet, schaut dem unter Murbis Gewicht wankenden Tier nach.
Sawan verabschiedet sich im Eisschloss Vendellas von Bida, deren Tränen der Trauer durch den Hauch Vendellas gefroren sind. Scheinbar gleichgültig blickt die erste Priesterin der Halbgöttin dem Digopriester nach, als sich die großen Tore des Palastes schließen.