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NoridanZwischen Feder und Schwert

Ciarda Bloodwyn

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Ciarda Bloodwyn
© by Numoryn Etherwyn (Numoryn)

Im Jahre 558 wurde in Cuscha-Rian, der großen Zwergenstadt im Zwergenreich Tsu-Akun, in den Festen der Blauen Berge Ciarda Bloodwyn als Tochter von Gullaighn und Ataris Bloodwyn geboren. Als Jüngste der Familie beherbergte das Familienhaus neben Ciarda noch ihre zwei Brüder Groag und Nimsuk Bloodwyn. Unter dem Schutz der hohen Berge war ihre Kindheit sicher und wohlbehütet.
Mit 26 Jahren, was für einen Zwerg noch ein sehr junges Alter ist, besuchte die schon immer kämpferisch veranlagte Zwergin für vier Jahre eine Kriegsschule. Harte Lehrmethoden und tagelange Strapazen machten aus der noch so jungen Frau eine Kriegerin, die den Männern in keiner Kunst nachstand. 588, als die ganze Familie gerade auf einer Pendlerreise nach Suria war, wurde Ciarda mit ihren Geschwistern und Eltern von Landpiraten gestoppt und gefangen genommen. Während eines Nachtlagers konnte die Zwergin fliehen und hielt sich im naheliegenden Wald auf, um die Familie zu befreien. Am Morgen wurde sie von Schreien überrascht und sah dem schnellen Aufbruch der Piraten nach. Auf der Straße hatten die Räuber etwas zurückgelassen. Ciardas Vater, der vielleicht Tribut für die Geflohene war, lag tot auf dem Staub der Ebene. Fünf Tage wich sie nicht vom Leichnam Gullaighns und dann, nach der Totenwache, fiel ihr geschwächter Körper in Ohnmacht.
Nach unbestimmter Zeit erwachte die Zwergin wieder im Kloster Niliras. Eine Gruppe Kundschafter hatte sie aufgelesen. Warum das entfernte Nilira das unbewusste Ziel Ciardas war, weiß sie heute noch nicht.
Nach der vollständigen Genesung beschloss Ciarda in Nilira zu bleiben, schwor aber den Priaten, den Mördern ihres Vaters, ewige Verfolgung und Rache.
Das hektische Leben der Menschen holte Ciarda jedoch ein. Sie wohnte in der Stadt und arbeitete beim Goldschmied. Hier und da nahm sie kleinere Aufträge an, die sie in naheliegende Gebiete der Stadt führte. Unter all der Arbeit und dem Treiben der Menschen vergaß die Frau ihren Hass und begann ein neues Leben, doch die Erinnerung blieb. Wie ein Stein im Schuh drückt sie manchmal leicht und manchmal stark auf ein kriegerisches Herz, dass fest in der Zwergenbrust schlägt.

Sie begleitete die Gruppe von Beginn an. Doch nach einer Reise, die Monate gedauert hatte, fand ihr Leben ein jähes Ende in Irar, als Wuselwort sie tot in einem Zimmer im Tagfrohen Trotter fand, ermordet. Die Zwergenfrau wurde dank ihrer alten Freunde wiederbelebt. Da der Rückruf ins Leben aber durch den Tempel Hulths ermöglicht wurde, stand sie von da an unter der Obhut dieser Religion. Unter keiner anderen Bedingung wäre ihr eine weitere Chance gegeben worden. Es begab sich, dass die Wege der neuen Hulthanhängerin andere waren als die der Gefährten. Ciarda verließ ihre Freunde und folgte einem Auftrag nach Puruh-Lin, der keinen Aufschub duldete.

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